"Vorsicht bitte, Treten Sie nicht auf die Poesie!" - die 2.

Auch diesmal wieder: Einladung zu einem "besonderen Umgang" mit poetischen Texten.

Neue Lyrik + Prosa von Silke Kruse, Dominik Heintzen und Horst Kruse.

Autobahnkirche Sankt Paul in Wittlich/Wengerohr. Dienstag, 10. September 2013. 19.30 h

Bei der neuen Folge der Lesung erweiterte sich der Autorenkreis um den Autor Horst Kruse aus Traben-Trarbach. 

Der Abend gliederte sich in drei Abschnitte: "Erinnerung" - "Mythen"  - "Wechsel + Wandel". Dazwischen lagen wie immer die Pausen für Gespräche und Diskussionen und einen kleinen Snack am Weinstand. Zudem gab es ein interaktives "Zwischenspiel", einen "Poesie-Act", an dem alle Zuhörerinnen und Zuhörern eifrig und konzentriert mitwirkten.

 

Der Trierische Volksfreund (TV) - die Tageszeitung der Mosel-Region - hatte eine Journalistin geschickt, die eine Woche später den folgenden Bericht abgab:

 

 

DREI KÜNSTLER ZEICHNEN IHRE POETISCHEN TRÄUME AUF PAPIER
Wittlich-Wengerohr.

Zu einem poetischen Abend hat der Förderverein der Autobahnkirche St. Paul eingeladen. Etwa 40 Besucher schauten vorbei und ließen sich darauf ein, innezuhalten und zuzuhören.
Nachdenklich stimmende Verse und Kurzgeschichten, die in eine Zeit entführen, als die Menschen den Alltag noch langsamer angehen ließen. Dank dreier sich ergänzender Künstler ist auch die zweite Runde von "Vorsicht! Bitte treten sie nicht auf die Poesie" geglückt. Silke Kruse bezauberte in der Autobahn- und Radwegekirche St. Paul Wittlich mit geistigen Schnappschüssen, die die Zuhörer die Hektik des Alltags vergessen ließen. "Meine Texte entstehen als Bilder - ich zeichne sie erst einmal"; erklärte die studierte Malerin, die in Berlin und Briedel lebt, ihre Traumbilder. Mit ihren Partnern Horst Kruse, die Namensgleichheit ist Zufall, und Dominik Heintzen präsentierte sie die Vielfalt der literarischen Welt. Sie nahmen die Zuhörer mit auf völlig unterschiedliche Reisen.
Besucher loben Konzept
Der Meteorologe Kruse entdeckte als Schüler das Schreiben und Malen für sich. Er lebt heute in Traben-Trarbach. In Wengerohr gab er einen Einblick in seine Verbundenheit mit Natur, Büchern und Steinen. Der im Raum Wittlich wohnende Dominik Heintzen las unter anderem aus seinen "Gedichten aus der Eifel". Dazwischen tauschten sich die etwa 40 Besucher an Weinstand und Büchertisch sowie vor den am Boden liegenden Gemälden aus.
Bei den Besuchern kam der Abend sehr gut an. Bernd Engel und Martha Jung bezeichneten Ausstellung und Lesung als sehr gelungen. Und Jürgen Melchior lobte die Angebote insgesamt: "Die Kirche steht mitten im Leben und öffnet sich dem Normalen."

Trierischer Volksfreund / 17. September 2013 | Ausgabe Wittlich

 

 

 

Der erste literarische Abend in der Autobahnkirche "Sankt Paul", der zur Vorsicht im "Umgang" mit der Poesie aufforderte, fand am 27. November 2012 statt: 
 
Silke Kruse (Berlin/Briedel) und Dominik Heintzen (Wittlich) trugen eine Auswahl ihrer neuen Sprech-, Seh- und Hörtexte vor. Sie luden die ZuhörerInnen ein, den Spuren der Wörter und Sätze zu folgen und sich im weiten Kirchenraum von St. Paul auf einen abwechslungsreichen poetischen Parcours zu begeben, der literarische Hörgänge und Sehreisen zu einem synästhetischen Kunst-Erlebnis verband.

Diese nicht alltägliche Form der Begegnung mit literarischen Texten veranstaltet der Kultursalon Mittelmosel in Kooperation mit dem Förderverein Autobahnkirche St. Paul Wittlich e.V..

Das TV-Pressefoto der 2. Lesung

Die Künstler Dominik Heintzen, Silke Kruse und Horst Kruse (von links) in der Autobahn- und Radwegekirche St. Paul Wittlich. TV-Foto: Ursula Schmieder
Die Künstler Dominik Heintzen, Silke Kruse und Horst Kruse (von links) in der Autobahn- und Radwegekirche St. Paul Wittlich. TV-Foto: Ursula Schmieder

KLEINE BILDREPORTAGE DER 1. LESUNG

Silke Kruse bei der Lesung ihrer visuellen Texte. Foto: Walter Heinisch
Silke Kruse bei der Lesung ihrer visuellen Texte. Foto: Walter Heinisch
Dominik und Anette Heintzen beim Lesen von Text-Rollen. Foto: Walter Heinisch
Dominik und Anette Heintzen beim Lesen von Text-Rollen. Foto: Walter Heinisch
Interaktive Textmontage. Goethe. "Präparativ". Foto: Walter Heinisch
Interaktive Textmontage. Goethe. "Präparativ". Foto: Walter Heinisch
Kollektivlesevortrag. Foto: Walter Heinisch
Kollektivlesevortrag. Foto: Walter Heinisch
Lyrik-Rollen von Silke Kruse. Foto: Walter Heinisch
Lyrik-Rollen von Silke Kruse. Foto: Walter Heinisch
Schluss-Applaus. Foto: Walter Heinisch
Schluss-Applaus. Foto: Walter Heinisch

 

 

 

INFORMATIONEN ZU DER AUTORIN / DEN AUTOREN

Silke Kruse studierte Malerei, Zeichnung und Schrift an der Hdk Berlin und wurde 1980 zur Meisterschülerin ernannt. In ihren Arbeiten verbindet sie Sprache und Bild. Betreibt bis Mitte der neunziger Jahre den Handpressenverlag "Arguspresse". Seit 2001 zusammen mit Gert Engel Maltheater-Inszenierungen, einer von ihnen entwickelten Theaterform, mit Aufführungen im In- und Ausland.  Gründet 2011 für ihre Arbeiten die Bliggerpresse, Edition für Lyrik und Zeichnung. Bisher erscheinen die Bände "Augen wie Schallplatten", "Der Pelikan hat eine große Zunge" und "Pass' auf, das Licht brennt an".

Dominik Heintzen, geb. 1961, lebt mit Frau und Kind in der Nähe von Wittlich/Eifel. Creative Writing Studium am Inkas-Institut in Bad Kreuznach. Zahlreiche Publikationen in Anthologien und der Internet-Zeitschrift ‚Experimenta’. Im Engelsdorfer Verlag sind von ihm zwei Gedichtbände erschienen: ‚Hirn und her. Gedichte aus der Eifel’ und ‚noch mehr gedichte aus der eifel oder: unter gurken’. Den Rücken frei hält ihm für seine  Schreibarbeit  seine Ehefrau Anette Heintzen, mit der er auch gemeinsam auftritt.

 

Horst Kruse (*1940 in Dessau), Dipl. Meteorologe, Schulbesuch in Braunschweig, danach Studium der Physik und Meteorologie in Hamburg und München. Arbeitete in Bayern, Boston/USA und Rom. Seit 1975 in Traben.Trarbach. - Begann in der Oberstufe zu schreiben und zu malen. Intensiviert das seit Beginn der 70er Jahre. - liebt seine Familie sehr, aber auch Bücher, Steine, Kunst und Natur.